Sendereihe Musikrichtungen: Heute Oldschool Hip Hop und Rap Geschichte
Rap Music, Hip Hop ist der Rock unserer Generation. Viele Leute planen nicht mehr was los ist und das ist auch der Grund für den bedauernswerten Zustand der Deutsch Rap Szene. Si Senior, Hip Hop ist nicht bei Sido am Block entstanden.
Storytime! Im zarten Alter von 11 kam Clive Campbell mit seinen Eltern 1967 in die USA. Die Familie zog nach New York und Clive fand sich in einer neuen, ihm fremden Umgebung wieder. Wegen seiner Grösse bekam er den Spitznamen “Hercules” was er später in Kool Herc änderte. Er brachte den Style des “Toastings” von Jamaika mit bei dem zu Beats gesprochen wurde. Zum Teil wurden Vocals aus Liedern herausgenommen und durch eigene Passagen ersetzt. Daraus entwickelte sich dann das Rappen.
1973 war das Jahr des Erwachens und er gab die erste Block Party für den Geburtstag seiner Schwester an der Sedgwick Avenue, Bronx, New York. Cool Herc pionierte DJing wie wir es heute kennen. Das mischen von mehreren Platten. Mit seinen Block Parties inspirierte er andere Grössen wie Afrika Babaaataa, Grandmaster Caz, Grandmaster Flash und Dj Grand Wizard Theodore der 1975 das Scratchen mit in den Mix brachte.
Um die Parties besser zu rocken brachte Kool Herc Emcees an den Start die mit ihren Reimen die Partycrowd anheitzten. Die ersten Emcees / MCs, was Master of Ceremony bedeutet, waren Coke La Rock und Clark Kent die zusammen mit Kool Herc Clubs in der Bronx rockten. MCs fingen immer mehr an über sich selber zu reden und die Crowd zu rocken und heutzutage ist eigentlich nur noch der MC im Spotlight. Das wichtigste Element in der Hip Hop Geschichte waren trotzdem die DJs und in vielen Oldschool Records hört man wie MCs ihren DJs Props geben.
Die Rocksteady Crew kam 1977 an den Start und machte Break Dancing das immer schon mit DJing verbunden war noch populärer. Die Graffiti Szene war auch immer mit dabei und die Flyer für Block Parties wurden von Künstlern wie Phase Two oder Esquire gestaltet. Graffiti und Breakdance sind komplexe und funky Geschichten für sich.
Anfang der 80er wurden ein paar der Kultfilme gedreht. Style Wars, Beat Street und Wild Style sind und bleiben unvergesslich.
Battle Rap bekam immer wichtiger und historische Battles wie das zwischen Busy Bee und Kool Moe Dee prägten den Style der Rap Musik. 1983 brachte Ice-T den ersten Gangster Rap mit seinen Releases “Body Rock” und “Killers”. Weitere wichtige Einflüsse ausserhalb der eigenen Szene waren Künstler und Gruppen wie: Kraftwerk, Zapp & Roger und James Brown.
Wer sich ein wenig mit Oldschool Hip Hop beschäftigt wird feststellen wie innovativ und fresh die Kultur war. Die Beats kicken, haben zum Teil einen starken Funk Einschlag und es geht nicht nur um “Ich hab mehr Geld als Du und mach dich kalt”. Tja das Geld kam und der Ausverkauf von Hip Hop ist ja bereits geschehen. Viele Künstler in der Szene warten darauf das endlich alles zu Grunde geht und das Geschäft wieder etwas realer wird. Schön wärs. Bis dahin gibt es aber massig freshe Oldschool Tracks die einem weiter helfen.
Fitte Oldschool Mixe gibt er hier bei fm416 einem College Radio aus Toronto. Die echten Perlen wie Leroy 187 sind schwerer zu finden aber es ist nicht unmöglich (uhm usenet..).
Mixe mit raren Oldschool Gems gibt es auch (und sind auch nicht so einfach zu finden). DJ Loud-E beglückt die Welt aber mit seinen Oldschool Block Sounds. Das sollte euch erstmal den Fix geben. Immer auf der Suche, steady hunting also wenn Du noch gute Oldschool Mixes kennst drop ne line!
Hier noch eine Doku über Oldschool Hip Hop in den 80ern. Beatboxen und so. Lustig Young Russel Simmons zu sehen.
(Teil 4 gibts leider nicht)






