Artoo - Streetculture Heavyweight aus Berlin

artoo

Artoo ist Funk, Sneaker, Photography, Design, Berlin, Streetwear und mehr und das alles aus einer Perspektive von jemand der auf dem Boden geblieben ist.

Ok Artoo, stell dich bitte erstmal vor. Wer wie was wieso weshalb warum und wie würdest Du dein Job beschreiben?

berliner seit 1971, vater, sohn, langsam alt von aussen aber immer noch 19 von innen, skater, fixed rider, schreiber, dj, photograf, reisender, designer,mac user ( since day one ) , immer pleite, hunter & gatherer

hmmm job, ist schwierig das so festzunageln, denn ich mache eine menge sachen. jack of all trades master of some sowas in der art. eine art berliner schweizer messer…

Als Dj legst Du ja auch 70s Rare Grooves auf. Was sind deine drei Platten die Du fast immer mit nimmst?

ich glaub ich bin noch nie ohne die jackson five, marvin gaye und gwen mccrae aus dem haus gegangen

Du bist viel unterwegs, besonders im asiatischen Raum. Was sind die Pros und Contras andauernd unterwegs zu sein? Wie organisierst Du deinen Kleiderschrank oder ist es einfach Leben aus dem Koffer? Deine Gedanken zum Reisen…

ich bin gerne unterwegs, wirklich denn reisen bildet ungemein, neue kulturkreise, neue menschen, ja vor allem neue menschen sind wichtig im leben um einen frisch im kopf zu halten und einen mit neuen ideen zu versorgen und auch einfach einen blick für das grosse ganze zu bekommen und vor allem zu behalten. contras sind leider das fliegen an sich, ich hab keine angst oder so aber, wenn man da öfter hin muss dann wirds schon anstrengend, ich hasse klimaanlagen und leider bin ich auch nich der kleinste und das nervt dann schon bei 13 stunden im flieger. glücklicherweise hab ich in hongkong eine art apartment wo ich schon immer ein paar sachen haben kann, ich schmeiss dann immer alles in ein duffelbag was ich noch so brauche und sage mir auch immer wieder das ich nichts mehr brauche, gar nichts und zurück komm ich dann doch immer wieder mit haufenweise neuem zeug ( villeicht sollte ich das mal in zusammenhang mit mit dem andauernd pleite sein bringen, wer weiss )

Gibts irgendeinen Ort der es dir besonders angetan hat?

orte die es mir angetan haben sind auf jeden fall hongkong und da shek o. tokyo ist so ziemlich meine liebste stadt. ansonsten überall da wo ich das meer sehen kann und im besten fall auch noch surfen gehen kann. ich liebe städt und das enge aufeinanderprallen von tausenden menschen und geschichten, aber nach einer weile brauche ich dann unbedingt auch wieder ruhe und den blick in die weite. der beste platz auf der welt is aber immer noch zu hause. berlin.

Wenn man deine Bilder aus China oder Japan sieht und dich unbedingt in eine Kategorie einordnen wollen würde dann wäre das wohl Street Photography. Verfolgst Du ein bestimmtes Konzept mit deinen Bildern oder wie würdest Du dein Photography Style beschreiben?

ich versuche eiegntlich nicht einem “stil” zu folgen, denn ich bin kein eigentlicher fotograf. ich mag bilder von menschen die in bewegung sind , bilder die geschichten erzählen und bilder von städten. fats ist ein richtiger fotograf oder 13th witness macht auch gute bilder. meine bilder sind auf jeden fall immer im urbanen umfeld entsanden oder in dem kulturkreis in dem ich mich gerade aufhalte sei es nun surfen, radfahren, sakten oder einfach nur die stadt auf mich wirken lassen.

Du bist seit Jahren Teil der internationalen “Streetwear Szene”. Was ist der Status von Streetwear und wie soll es deiner Meinung nach damit weiter gehen?

dieses ganze streetwear ding ist doch eigentlich schon tot. jeder redet davon das er jetzt ein brand hat oder macht doch nicht mal die hälfte der leute versteht was ein “brand” eigentlich ist. es gibt eigentlich auch keinen status mehr damit, denn die inflationäre schwemme von limited edition hat das ganze status gehabe einfach aufgehoben, wen interessierts schon noch ob dein shirt eins von 10 oder eins von 1000 ist. ist doch auch scheissegal, denn niemand kann sich irgendwas kaufen was einen aufwertet ist meine meinung. man ist eigentlich immer man selber, man kann verschiedene label gut finden und sich mit denen auf irgend eine art identfizieren aber das wars dann auch, solange man nicht wirklich die leute kennt die das label machen und weiss wieso und warum sie dieses oder jenes teil genau so gemacht haben, kann man eben nur nach seinem eigenen geschmack gehen. ich bins auch leid mir von irgendwelchen leuten anzuhören warum designer xy genau da so und so gemacht hat. es gefällt mir eben oder nicht, fertig. ich kaufs nicht weil irgendwas draufsteht, ich kaufs weils mir gefällt und leider wird das auch immer weniger und gleichzeitg auch immer teurer. auf der letzten bread & butter gabs auch nichts wirklich neues, baumwoll shirts mit siebdrucken, schuhe mit artist collabos noch und nöcher. in dieser schnellen zeit sind auch die konzerne nicht mehr so langsam wie früher und schlachten trends und movements innerhalb von einem halben jahr komplett aus und dann müssen wieder halbgare konzeptideen her um die marke als halbwegs authentisch dastehen zu lassen.

Wie siehst Du die Entwicklung von Deutschland? Ein Grossteil der Sachen zieht ja so ziemlich an Deutschland vorbei was im Falle von reinem Hypeshit ja auch nicht schlecht ist.

deutschland ist ein sehr spezieller fall, es gibt hier nicht dieselbe hype und kaufkultur wie in speziell den asiatischen ländern. hier kann sich niemand vorstellen das es jeden samstag neues heisses zeug gibt was man gerne hätte, vor allem wie erklärt man hier jemanden der 1300 euro netto verdient, wohnung und auto hat das er für ein supreme shirt das er 50 euro für ein baumwoll shirt zu bezahlen hat wenn doch ein shirt beim h&m mit auch einem “funky” print für 7.90 hängt. es gibt hier kein sonderlich grosses verständnis für sowas alles,

Du hast ja auch dein Design Venture TheUnlimited (http://www.theunlimited.de/) am laufen. Was muss für dich gutes Design haben?

gutes design, hmm das kann viel und wenig sein, skism ( einer von den lodown jungs ) ist einer meiner absoluten helden wenn es um design geht. wenn ich könnte würde ich mir von ihm eine brandneue wohnung stylen lassen, denn ich liebe “weniger ist mehr” kanns aber selber nicht wirklich. gutes design ist bauhaus, eigentlich das beste bis jetzt wo ja auch alle irgendwie immer drauf zurückkommen. gutes design ist für mich in erster linie einfach und geschmackvoll, viel fläche. und es sollte auch irgendwie spass machen, nicht lustig sein aber man sollte sich dran erfreuen.

Du bist begeisterter Fixed Gear Rider. Wie kamst Du dazu?

ich war 2006 in tokyo und habe hiroshi fujiwara interviewt, da hat er mir seine ganzen räder gezeigt und ich fands irgendwie hammer und so total schick, dann hab ich mir hier in berlin bei keirin eins gekauft un d dachte so mal sehen wie das so geht und seit dem ersten tag ist das das beste was mir seit skateboardfahren passiert ist.

Hast Du irgendeine “Fuck mein Bike hat keine Bremsen” Geschichte aus der Zeit nachdem Du frisch umgesattelt hattest?

ach da gibts einige, ein offener elbogen, offenes knie, kaputte jacke, aber ansonsten alles fein, das ist wie beim skaten, da kommt man ja auch oft nach hause und alle knochen tun einem weh. das bleibt ja nicht aus.

Was ist bei dir in Zukunft geplant?

future looks bright !! was weiss ich ein paar projekte sind in der pipeline wie immer manche klappen manch e nicht, ab 11ten feb, wieder in HK china und noch ein wochenende tokyo..

Wo können Online Stalker und Fans von dir dein Treiben im Netz verfolgen?

http://www.hypebeast.com/blog/artoo
http://www.myspace.com/artoo23
http://berlincommandfg.blogspot.com/

Vielen Dank für deine Zeit.

danke fürs zuhören

Leave a Reply

*
To prove you're a person (not a spam script), type the security word shown in the picture. Click on the picture to hear an audio file of the word.
Click to hear an audio file of the anti-spam word