Meins is Made in Italy - Fashioncircus und Bullshit

fashion style

Bevor ich mich meinen eigenen Projekten zugewandt hab, habe ich in einer Produkt Design Firma hier in Bangkok gearbeitet. Dabei haben wir natürlich auch Kunden besucht und ich habe ein Einblick in ein paar Fabriken aka Sweatshops bekommen. Das ist wirklich krass. Die Arbeiter leben in Camps nahe der Fabriken und haben maximal einen freien Tag pro Woche.

Lastwagen bringen die Arbeiter und transportieren sie ab. Da ein Grossteil der Arbeiter nicht lesen und schreiben kann gibt es auch keine Chance aufzusteigen und in besseren Positionen zu arbeiten. Zeit für Fortbildung bleibt den Arbeitern natürlich auch nicht und so werden viele alt und tun jeden Tag das gleiche für umgerechnet 170€ im Monat.

Das ist major f#cked up und was mir einfach nicht in den Kopf geht ist wie Leute die z.b. Fashionlabel haben und unter solchen Umständen produzieren sich dann immer noch im Spiegel in die Augen schauen können. Die Gier und Rücksichtslosigkeit gewinnt in diesem Fall und ein paar der Firmenbosse sind sicher auch gut diese Seite ihres Geschäfts innerlich auszublenden und zu vergessen.

Vor ein paar Wochen kam eine Reportage über die üblen Praktiken einiger Marken ins italienische Fernsehen und hat für nationalen Aufruhr gesorgt. In der Reportage sieht man das auch Luxusmarken und nicht nur viele kleinere Marken ihr Geld auf dem Rücken der Ärmsten dieser Welt machen.

Man muss sich mal die durchschnittlichen Zahlen vors Auge halten. Der durschnittliche Profit für Luxuskleidung ist 52% während er noch viel extremer für Parfum, Leder Accessoures und Taschen ist - nämlich über 80%. In der Reportage werden auch Namen genannt.

Prada kauft Nylon Taschen für 26€ und verkauft sie für 440€ in ihrem Laden in Mailand, Fendi setzt noch einen drauf und verkauft Canvas Taschen die im Einkauf weniger als 20€ kosten im Laden für 720€. Auch Dolce und Gabana sind im Einkauf recht “preisbewusst” und zahlen nicht mehr als 20 - 35€ für ihre Taschen.

Sowas ist einfach ätzend. Als ob es den Marken weh tun würde ein paar Euro weniger in Werbung zu stecken und dafür den Arbeitern eine relativ anständige Bezahlung zu ermöglichen.

Gut das mehr und mehr Medien über die Missstände berichten. Check die lesenwerten Aritkel von BBC, BusinessofFashion und der New York Times (Login: styledept Password: letmein).

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