Design ist schrecklich und sinnlos

Wir leben in einer Überflussgeselschaft und es geht dem durchschnittlichen Menschen in westlichen Ländern so gut wie nie zuvor. Da all die grundsätzlichen Bedürfnisse befriedigt sind wenden sich mehr und mehr Leute den kleinen feinen Genüssen die uns dieser Planet bietet zu. Das ist ganz normal. Wir bekommen kein Kick mehr dadurch das wir drei verschiedene Limonaden im Supermarkt bekommen wie das vor 50 Jahren war, sondern haben 50 verschiedene und viele kosten und schmecken sehr ähnlich so das die Verpackung und die Marke wichtige Entscheidungkriterien sind.
Hier kommt Design ins Spiel. Mit der fortlaufenden Globalisierung wird es zunehmend schwerer durch Features (also Produkteigenschaften) Konkurrenz fähig zu bleiben. Deswegen ist Branding und die Kreation einer eigenen Marke in den letzten Jahren so wichtig geworden. Kunden wollen sich mit dem Produkt identifizieren und ein hervoragendes Design kann da entscheidend sein.
Apple’s iPod ist durch die schlichte Eleganz und nicht wegen den Features so erfolgreich geworden. Es gab und gibt viele Mp3 Player die mehr können. Als mein Bruder (ein Apple Fanatiker) mir vor ein Paar Jahren den ersten iPod gezeigt hat war ich auf jeden Fall erstaunt das dort 1 Gigabyte drauf geht, aber viel interessanter fand ich das Navigationskonzept mit dem Drehrad und Button in der Mitte und das die kleine weisse Box mit so wenig Knöpfen auskommt. Apple macht Dinge die einfach zu bedienen sind und die Bedürfnisse der Benutzer befriedigen während andere Firmen das Thema Benutzerfreundlichkeit erst jetzt langsam richtig ernst nehmen und begreifen.
So ganz schrecklich und sinnlos wie der Stardesigner Philippe Starck Design beschreibt ist es wohl nicht. Design bringt die Entwicklung unserer Welt vielleicht nicht ganz so weit voran wie Fortschritt in den Gebieten von Biologie oder Neurowissenschaften aber kann vieles verbesseren solange es nicht nur schön sondern auch praktisch ist.






